Reise durch die Zeit: kreative Wege der Gestaltung einer inneren korrigierenden Erfahrung in der Traumatherapie

Im Trauma steht die Zeit still: Einem traumatisierten Menschen ist es tatsächlich nicht möglich, ganz da, präsent und in der Gegenwart zu sein, und oft hat er kein Gefühl, keine Empfindung und keine Hoffnung für die Zukunft außer der Vision oder dem Glauben, dass sich traumatische Ereignisse der Vergangenheit wiederholen werden. Die Auflösung der traumatischen Erfahrung braucht die Wiederherstellung der Kontinuität des Selbsterlebnisses, die Bewegung in die Gegenwart, das Wahrnehmen des genauen Standortes im Hier und Jetzt und die Köhärenz der Erfahrung. Hierzu benutzen wir zum Beispiel eine fortlaufende Zeitachse um den traumatisierten Menschen darin zu unterstützen, von einer Opfer-Identität zu der eines Menschen, der wieder mit seiner inneren Kraft in Verbindung ist, zu kommen. Die Zeitachse des Geschehens wird eingeteilt in Erfahrungen, die vor dem primären traumatischen Ereignis stattgefunden haben: T-8 bis T-1, dann das primäre Ereignis:T-0, und Erfahrungen die nach dem primären Ereignis folgen: T+1 bis T+8. Nachdem der Klient die traumatische Erfahrung Schritt für Schritt mit Hilfe des Therapeuten durchgearbeitet hat, kommt es zu einem Gefühl starker Ausweitung, Erleichterung, Kreativität, Resilienz, Selbst-Regulation, Flow und einem tiefen Gefühl des Friedens und körperlichen Wohlbefindens. Der Durcharbeitungsprozess braucht nicht notwendig in chronologischer Reihenfolge zu geschehen. In diesem Workshop wird Dr. Hartman anhand einer Live-Demo Schritt für Schritt erklären, wie diese strukturierte Zeitachse beschrieben, dargestellt und sorgsam erarbeitet wird.


Der Referent ist Dr. Woltemade Hartman
Die Seminarsprache ist Deutsch.
 
ZeitraumSeminarDauerKosten €Buchung
06.12.202109.30 bis 17.30 UhrReise durch die Zeit: kreative Wege der Gestaltung einer
inneren korrigierenden Erfahrung in der Traumatherapie
180,-Buchen